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Allgemeine Informationen, Tipps zu Madeira (Blumeninsel im Atlantik)


Name:
Madeira, übersetzt: "Holz" (resultiert aus dem reichhaltigen Baumbestand auf der Insel, der unter Naturschutz steht).

Lage:
im Atlantik, ca. 600km von Nordafrika und ca. 900km vom Kontinent Europa entfernt, Nachbarinseln: Porto Santo, Ilhas Desertas

Größe:
Länge: 57km, Breite: 22km, höchste Erhebung 1861m (Pico Ruivo), Einwohner ca. 250000

Größte Ortschaften:
Funchal (Hauptstadt), Machico

Beliebteste Touristenorte:
Funchal (Hauptstadt), Canico de Baixo (Deutsche), Porto Moniz (Familien)

Strände:
reine Natur-Sandbuchten gibt es gar nicht. Künstlich aufgeschüttete Strände gibt es u.a. in Calheta und Machico. Im Norden bei Porto Moniz besteht die Möglichkeit, in vom Meer abgeteilten Lavabecken zu baden. Ansonsten wurden an zahlreichen Stellen rund um die Insel betonierte Badeplattformen zwischen den Felsen (Lido) angelegt, von denen man mit Hilfe von Badeleitern ins Meer gelangen kann. Das Meerwasser des Atlantik ist glasklar, teilweise bei Wind recht unruhig.
Wer einen 9km langen Sandstrand sucht, der sollte mit der Fähre von Funchal auf die Nachbarinsel "Porto Santo" übersetzen (Dauer ca. 2Std.)

Flughafen:
im Südosten der Insel in der Nähe von Santa Cruz. Die Landebahn wurde mittels Aufschüttungen und Pfeilern ins Meer hinein verlängert. Flugzeit von Nürnberg (NUE) nach Funchal (FNC) ca. 4 Stunden nonstop.

Straßen:
sehr gut ausgebautes Straßennetz, sogar eine Autobahn (Via Rapida) im Süden der Insel von Ribeira Brava bis Machico (sehr kurvig, Gefälle/Steigungen und etliche Tunnel, maximal erlaubte Geschwindigkeit 100km/h, blaue Empfehlungsschilder bis runter auf 60km/h sollten beachtet werden, teils extrem kurze Auffahrten!), Landstraßen sehr kurvig, auch mit vielen Tunneln (längster über 3km) und teilweise extremen Steigungen oder extremem Gefälle. Eine treffende Kurzbeschreibung der Straßen, die ich irgendwo im Internet gelesen habe, gebe ich hier gerne weiter: "auf Madeira ist die längste Gerade eine Kurve" ;-). Wer sich mittels GPS-Navigation fortbewegen möchte, der sollte aufgrund der vielen Tunnel mit diversen Aussetzern rechnen (Abstand zwischen zwei Tunneln teilweise weniger als 100m).
Tipp: wer an der Südküste auf der Strecke z.B. von Osten nach Westen die landschaftlich schöneren Strecken fahren möchte, der sollte auf den Schildern nach kleineren Küstenorten suchen und diesen folgen, ansonsten landet man immer wieder automatisch auf der Via Rapida (Beispiel: von Funchal nicht Richtung Ribeira Brava sondern Richtung Camara de Lobos). In den seltensten Fällen steht nämlich auf den Schildern ein Hinweis, ob der Weg einen über die VR1 oder über eine Landstraße führt.
Ansonsten ein "Paradies für Motorradfahrer" (entsprechende Erfahrung vorausgesetzt!!!)

Sportmöglichkeiten:
Wandern (die Insel für Wanderer), Motorradfahren (die Insel für Biker), Tauchen (beste Tauchbasis im Atlantik), Segeln, Surfen, Golfen, Biken, Paragliding, Canyoning, Schwimmen

Geld:
da Madeira zu Portugal gehört wird auf der Insel auch mit dem Euro bezahlt. Im November 2011 waren die Preise fast vergleichbar mit denen in Deutschland (s. unsere Madeira-Kostenübersicht). Geldautomaten und Banken sind in Funchal fast an jeder Straßenecke zu finden. Aber auch in kleineren Orten besteht die Möglichkeit, Geld am Automaten zu ziehen (in Canico de Baixo z.B. direkt beim Hotel Galomar).

öffentliche Toiletten:
teilweise recht abenteuerlich, da ohne Licht, verschließbare Türen, Papier. Krassestes Beispiel gesehen in Santana unterhalb des Rathauses in der Nähe der mit Stroh gedeckten Häuser: Toilettenpapier, Spülkasten, etc. waren angekettet (?).

Mietautos/-Motorräder:
wer mobil und unabhängig sein möchte und vor allen Dingen etwas von der grünen Insel sehen will, der sollte auf ein Mietauto bzw. Motorrad zurückgreifen. Es ist aber auf jeden Fall darauf zu achten, daß die Fahrzeuge in einem einwandfreien Zustand sind, gerade was Bremsen, Reifen, Lenkung und Motor angeht. Diese Komponenten werden auf Madeira aufs Äußerste strapaziert. Deutschsprachige Verträge mit Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung sind, soweit angeboten, vorzuziehen. Die Anzahl der Verleihstationen ist nicht gerade üppig, gerade was den Motorradverleih angeht. Wir hatten das Glück, daß direkt bei uns in Canico (de Baixo) ein sehr guter Verleiher für Bikes (Magoscar, s. unsere Madeira-Links) zu finden war. Nicht ganz günstig, aber die Maschine (BMW F650GS Twin mit 800ccm, 71PS, ABS, Topcase, Griffheizung) war top gewartet, sehr wendig und hatte genügend Leistung für zwei Personen in jeder Situation. Frühzeitige Reservierung ist zu empfehlen, da nur ca. 25 Bikes zur Verfügung stehen und gerne mal auf einen Schlag 20 Bikes durch eine Gruppe gemietet werden. Miet-PKWs waren dagegen in ausreichender Anzahl vorhanden, wenn diese auch in der unteren Mietgruppe für Madeiras Steigungen etwas untermotorisiert waren (z.B. Seat Ibiza 1.2). Ein entsprechender Führerschein ist vorzulegen und sollte bereits mindestens ein Jahr gültig sein.

Ärztliche Versorgung/Medikamente:
in fast allen größeren Ortschaften gibt es diverse (auch deutschsprache) Arzt-Praxen und zusätzlich Krankenhäuser. Teilweise kommen die Ärzte sogar ins Hotel. Medikamente sind größtenteils preiswerter als in Deutschland (besonders Aspirin oder auch teilweise rezeptfreie Antibiotika). Ein Auslandskrankenschein sollte vorher im Heimatland besorgt werden. Auslandskrankenversicherungen (z.B. vom ADAC) sind empfehlenswert.

Stromversorgung:
220 Volt.

Tankstellen:
das Tankstellennetz auf Madeira ist entlang der großen Hauptstraßen und Ortschaften sehr gut ausgebaut. Wer längere Touren in das Hinterland plant, der sollte aber besser vorher tanken. Die Spritpreise sind ähnlich denen in Deutschland, evtl. etwas günstiger (s. unsere Madeira-Kostenübersicht), und waren zu unserer Urlaubszeit wesentlich stabiler und nicht so Schwankungen unterworfen.

Unser Eindruck nach einem 2-wöchigen Urlaub auf der "Blumeninsel" Madeira im November 2011:
Madeira ist eine sehr grüne Insel im Atlantik. Eine Ausnahme bildet das Hochland oberhalb von 1500m. Naturbedingt ist es dort karger, es wachsen keine Bäume mehr, sondern nur noch niedrige Sträucher. Im November dominierte jedenfalls die Farbe grün. Viele Pflanzen blühten nicht, selbst im botanischen Garten von Monte war nicht viel von der besagten Blütenpracht auf Madeira zu sehen (dafür etliche tropische Gewächse, Palmen, Bananen, etc.). Trotz des milden Klimas, selbst im Winter, muß man scheinbar, um ein Blütenmeer zu sehen, im Frühjahr nach Madeira reisen. Die Insel eignet sich weiterhin aus unserer Sicht nicht für einen reinen Strandurlaub, da nur etwa zwei künstlich angeschüttete Sandstrände vorhanden sind und ansonsten nur "Strände" mit mindestens faustgroßen Kieseln oder Betonplatformen eine Möglichkeit bieten, ins Meer zu gelangen. Primär ist Madeira mehr für Aktiv-Urlauber zu empfehlen, also für begeisterte und geübte Wanderer oder Motorradfahrer. Beide Gruppen kommen hier voll auf Ihre Kosten. Es ist aber die richtige Bekleidung anzuraten, da das Wetter sehr launisch sein kann. Mit plötzlichen Regenschauern ist immer mal zu rechnen; so viele Regenbögen, wie in den zwei Wochen, haben wir zusammen in den letzten zwei Jahren nicht gesehen. Außerdem gibt es relativ große Temperaturunterschiede auf Madeira, wenn man z. B. die Insel von Süden nach Norden überquert (Funchal 23 Grad -> Hochland 5 Grad -> Santana 19 Grad). Generell kann man auch sagen, daß der nördliche Teil immer etwas kühler und regnerischer ist, als die Südhälfte der Insel. "Mikro-Klimazonen" sorgen außerdem dafür, daß es z.B. im Osten regnet und ein paar Kilometer weiter westlich nicht mehr oder umgekehrt. Das heißt: Touren flexibel planen. Beim Wandern entlang der scheinbar endlosen Levadas (schmale Kanäle, die das Wasser aus dem Hochland in den Süden transportieren) sollte man auch immer die Warnhinweise beachten, da Erdrutsche evtl. manche Wege unpassierbar gemacht haben. Das Erkunden der Insel macht auf jeden Fall Spaß, denn hinter jeder Kurve, und die gibt es auf Madeira zur Genüge, gibt es etwas Neues zu entdecken. Herrlich sind auch die zahlreichen Sonnenstunden und milden Temperaturen im Winter, die es einem ermöglichen, selbst zu dieser Jahreszeit im T-Shirt rumzulaufen (jedenfalls in der Südhälfte), während in Deutschland gerade Wind, Regen und Kälte einen eher an den Ofen zwingen. So gesehen ein empfehlenswertes Winter-Urlaubsziel!



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